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Das unerkannte Genie

Die große Herbstausstellung der Albertina zeigt "Modigliani. Revolution des Primitivismus". Und damit erstmals diesen großen Meister der Klassischen Moderne in Österreich.

Das Hauptmotiv seiner Gemälde und Skulpturen war stets der Mensch. Langgestreckte Körper und Gesichter mit ihren geheimnisvollen und leeren Augen. Das Werk des italienischen Künstlers Amedeo Modigliani (1884-1920) ist faszinierend und dramatisch zugleich. In seinen Arbeiten spürt man jene Tragik, die auch sein von Alkohol- und Drogenexzessen begleitetes Leben ausgemacht hat.

Pandemie-bedingt mit einem Jahr Verspätung erinnert die Albertina mit der spektakulären Herbstausstellung "Modigliani. Revolution des Primitivismus" an den 100. Todestag des Künstlers. Hauptwerke aus den renommiertesten Museen und Privatsammlungen der Welt, darunter viele seiner berühmten Portraits und Aktgemälde, finden dafür ihren Weg nach Wien. Erstmals wird Modigliani in Österreich als Einzelausstellung gezeigt.

Der im italienischen Livorno geborene Künstler arbeitete einst im Pariser Künstlerviertel Montmartre Seite an Seite mit Pablo Picasso oder Henri Matisse, hatte mit seiner Kunst zu Lebzeiten aber kaum Erfolg. Sein für die Zeit untypischer, oft provokativer Stil war damals wenig gefragt. Modigliani starb im Alter von nur 35 Jahren in Paris an Tuberkulose. Seine Werke erreichten erst nach seinem Tod große Popularität und erzielen heute teils dreistellige Millionenbeträge.
Zu den rund 80 Modigliani-Werken, die im Rahmen der Ausstellung gezeigt werden, kommen 50 weitere Objekte aus drei Kontinenten – nämlich Arbeiten von Pablo Picasso, Constantin Brâncuşi und André Derain sowie Artefakte sogenannter „primitiver“ – prähistorischer, archaischer oder außereuropäischer – Weltkulturen. Diese Werke ergänzen die außergewöhnliche Schau. Modigliani griff in seiner Arbeit immer wieder afrikanische, ägyptische, ostasiatische und griechisch-archaische Kunst auf. Die Ausstellung zeigt ihn auch erstmals als einen führenden Avantgardisten, der die Revolution des Primitivismus bis weit ins 20. Jahrhundert hineintrug.

Modigliani. Revolution des Primitivismus, 17.9.2021-9.1.2022
http://www.albertina.at/

Alles in allem ein perfekter Aufenthalt, besser geht es nicht. Komme jederzeit gerne wieder.

12.Jänner/ tripadvisor.at

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